up
down

Aktuelles vom 10. April 2021:

Masernimpfpflicht - was gibt es Neues?

Das in Kraft getretene Masernschutzgesetz bedeutet die Einführung einer Masernimpfpflicht für Kinder, die nach dem 01.03.20 eine Gemeinschaftseinrichtung wie KiTa, Kindergarten oder Schule besuchen wollen.
Kinder, die zum 01.03.20 bereits in Gemeinschaftseinrichtungen betreut wurden, haben -und das wurde aktuell am 04.03.21 im Bundestag und am 26.03.21 im Bundesrat beschlossen-  einen Nachweis nicht mehr bis zum 31.07.21 sondern nun bis zum 31.12.21 vorzulegen.

Ebenso betroffen von der Impfpflicht sind Mitarbeiter von Gemeinschaftseinrichtungen, falls sie nach 1970 geboren sind.
Damit sind auch Ärzte, Lehrer und Angestellte von Kliniken und anderen sozialen Einrichtungen von diesem Gesetz betroffen. Auch hier greift der aktuelle Beschluß: Die Nachweispflicht für Personen, die bereits am 01.03.20 in der Einrichtung tätig waren, wurde aktuell bis zum 31.12.21 verlängert.

Bei einem Wechsel der Gemeinschaftseinrichtung (z.B. Schulwechsel) oder bei einem Beginn in einer Einrichtung (z. B. Betreuungsbeginn in eienr KiTa, Kindergartenstart, Schulanfang) ist beim Eintritt ein Nachweis vorzulegen über zwei stattgehabte Impfungen oder über eine Masernimmunität (nach Erkrankung oder durch positier Titerkontrolle nach einer Impfung) oder über -in seltenen Fällen- bestehende dauerhafte Kontraindikationen, die den Impfstoff betreffen (d.h. spezielle Allergien) oder die durch eine vorbestehende schwere Erkrankungen (Immundefekt, neurologische Erkrankung) bestehen.
Eine Aufklärung diesbezüglich sollte im idealen Fall durch den Arzt Ihres Vertauens im Rahmen einer Impfberatung durchgeführt werden.

Das aktuelle Gesetz ist aus meiner Sicht politisch motiviert und ignoriert Gutachten namhafter Fachleute und Wissenschaftler.
Die vorhandenen Zahlen und Fakten über die Masernerkrankung machen in keiner Weise eine Impfpflicht notwendig.
97% der Vorschulkinder sind aktuell mindestens einmal gegen Masern geimpft, was meist schon für einen Schutz ausrreicht.
Es gibt aktuell in deutschland kaum noch Masernerkankungen im Kindesalter, geschweige denn eine Epidemie.
Für Erwachsene und vor allem für ältere Menschen mit Vorerkrankungen kann eine Masernerkrankung, falls keine Immunität besteht, schwerer verlaufen. Bei Kindern sind es die Neugeborenen, die bei fehlendem Masernschutz der Mütter ein erhöhtes Risiko einer Erkrankung in den ersten Wochen haben können. Hier gilt es aufmerksam zu sein und ausführlich zu beraten, was im Einzelfall sinnvoll ist.

Auch ist in Deutschland kein Maserneinzelimpfstoff zugelassen sondern es gibt nur Dreifachimpfstoffe, die auch Mumps und Röteln beinhalten. Für Mädchen und Frauen ist die Mumpsimpfung in den meisten Fällen nicht erforderlich oder sinnvoll und für Jungen bzw. Männer gilt dies für die Rötelnimpfung.
Zudem besteht bei jeder Impfung und so auch bei der Masernimpfung das Risiko von Nach- und Nebenwirkungen, das sollte in jedem individuellen Fall berücksichtigt und besprochen werden.
Das Gesetz verstößt nach meinem medizinischen Verständnis gegen das Recht auf körperliche Unversehrheit und Selbstbestimmung.

Das macht mich als Ärztin und auch als Privatperson betroffen und ich unterstütze daher als Mitglied den Verein „Ärzte für individuelle Impfentscheidung“.
Eine Verfassungsklage gegen das aktuell bestehende Gesetz wurde 2020 eingereicht, das entscheidende juristische Urteil wird im Sommer 2021 erwartet.

Als Eltern oder Betroffene können Sie ebenfalls aktiv werden -das wäre auch wichtig- und z.B. den Partnerverein „Initiative freie Impfentscheidung“ unterstützen. Weitere Infos dazu finden Sie unter den entsprechenden Webseiten der Vereine.

Ich werde weiter für den Erhalt einer freien individuellen Impfentscheidung stehen und meine Patienten entsprechend behandeln und beraten. Es werden in meiner Praxis keine Gefälligkeitsatteste ausgestellt, sondern bei jedem Patienten eine ausführliche Anamnese erstellt und ergebnisoffen und sorgfältig nach medizinischem Wissen und ärztlicher Ethik gearbeitet.
Wichtig ist mir, dogmatisches Denken zu vermeiden, Ängste und Unsicherheit zu nehmen und Wissen und Informationen zu teilen.
Die Unabhängigkeit von wirtschaftlichen und politischen Interessen ist mir dabei ein besonderes Anliegen.

Ziel meiner ärztlichen Arbeit ist es, den Patienten bzw. Eltern/Erziehungsberechtigten individuell zu einer aufgeklärten, freien und verantwortungsvollen Impfentscheidung zu verhelfen, die auch im Falle eintretender Impfnebenwirkungen oder Krankheitskomplikationen bei Nicht-Impfen Bestand hat.

zurück