up
down

Aktuelles vom 09. November 2020:

Die Coronapandemie-bitte keine Panik

Zu den sinnvollen Maßnahmen vor ansteckenden viralen Atemwegserkrankungen wie auch vor Erkrankungen mit dem Coronavirus gehören: Händewaschen wie es immer schon üblich sein sollte, Husten- und Niesetikette (in die Armbeuge niesen oder husten um Tröpfchenübertragung zu vermeiden), im Alltag vor allem bei Infektgefahr Abstand halten, Menschenmengen meiden und bei Erkältungsbeschwerden oder Erkrankung zu Hause zu bleiben um sich und Andere nicht zu gefährden.
Bei stärkeren oder unklaren Infektbeschwerden sprechen Sie mit dem Arzt Ihres Vertrauens und lassen sich bitte beraten und behandeln.

Altuell sind die Zahlen der positvien Corona-PCR-Abstriche in schwindelnden Höhe, die Erkrankungszahlen in den Arztpraxen und die Krankenhausbehandlungen von schwer an Sars-Cov2 Erkrankten steigen jedoch nur diskret.
In den Krankenhäusern wurden in 2020 bisher die Zahl der Notaufnahmen in keiner Woche im Vergleich zu 2019 überschritten. In der KW 48, der letzten Novemberwoche, machen die Patienten mit positivem Coronatest nach dem Intnesivregister DIVI im Durchschnitt weniger als 20% aller Intensivpatienten aus. Freie Betten und Notfallreserven sind weiterhin verfügbar.

Aktuell beifnden wir uns -wie jedes Jahr- in der herbstlichen Atemwegsinfektwelle.
Dies bedeutet natürlich erhöhte Aufmerksamkeit im medizinischen Bereich und Sensibilität und Rücksichtnahme für Menschen, die infektgefährdet sind.
Risikopatienten, z.B. älteren Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem, bedürfen in Infektionszeiten erhöhter Fürsorge und eines besonderen Schutzes.
Dies gilt auch für Menschen, die in Pflege- oder Seniorenheimen leben, in anderen betreuten Einrichtungen, Kliniken oder zentralen Unterkünften. Neben medizinischer Versorgung und ausreichend Personal sind dabei auch soziale Kontakte und ein zugewandtes und solidarisches Miteinander wichtig.

Der Nachweistest für den Virus (PCR-Test) ist aus mienr Sicht nicht zuverlässig und trifft keine wirkliche Aussage über die Ansteckungsfähigkeit oder die Häufigkeit einer schweren Coronaerkrankung. Auch dient er nicht als Vorsorge sondern ist vielmehr eine Momentaufnahme.
Der Test sollte aus meiner Sicht nur bei entsprechenden Infektbeschwerden und/oder Risikokontakt nach Rücksprache mit einem Arzt oder dem öffentlichen Gesundheitsdienst durchgeführt werden.

Eine häusliche Quarantäne ist bei positivem Abstrich nach behördlicher Vorgabe durchzuführen. Aktuell beträgt diese bei Erkranung 10 Tage, bei Risikokontakt (kategorie 1) ohne Beschwerden 14 Tage.

Ein positiver PCR-Test bedeutet, und das wird in den Medien und von vielen Entscheidungsträgern nicht deutlich genug erklärt, nicht automatisch „erkrankt“.
Meist wird von „Corona-Fällen“ gesprochen und damit sind die positiven Abstriche gemeint.
Die Erkrankungsrate bei positivem Abstrich wird aktuell auf ca. 50% geschätzt, ist also deutlich geringer als die veröffentlichten Fallzahlen. 6 von 7 Corona-Erkrankungen, also ca. 85% der Fälle, verlaufen milde und so, dass sie ambulant (also ohne Krankenhausaufenthalt) behandelt werden können. Das Risiko an einer Sars-Cov2-infektion zu sterben liegt bei max 0,4 % (Übersichtsarbeit von Prof Ioannidis vom Mai 2020) und damit in der Höhe der jährlichen Influenza. Bei diesen Zahlen kann von einer Katastrophe oder einer medizinische Notlage nicht die Rede sein. Aber natürlich sollte jede Coronaerkrankung ernst genommen werden und ein optimale Beratung und Versorgung für jeden Patienten möglich sein. Bisher ist dies in meinem ärztlichen Umfeld immer der Fall gewesen.

Eine Testung auf Antikörper gegen den Coronavirus und somit auf eventuelle Immunität ist verfügbar, aber noch nicht ausreichend sensitiv und daher nicht ausreichend sicher in der Aussage. Gerne können Sie sich diesbezüglich in der Praxis beraten lassen. Es ist wichtig, aussagekräftige Daten zur Coronapandemie zu sammeln und diese wissenschaftlich auszuwerten. Aktuell wird davon ausgegangen, dass viele Menschen und darunter vor allem Kinder und Jugendliche eine ausreichende natürliche Immunität gegen das Coronavirus haben, die nicht über die Antikörper nachzuweisen ist.

Seit mehreren Wochen gibt es zudem einen Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus, der innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis anzeigt. Auch dieser Test ist nicht sicher in seiner Aussage und sollte nur in Verbindung mit einer ärztlichen Beratung bei fraglichen Beschwerden oder hohem Risiko verwendet werden.

Letztendlich sollte bei jeder Erkankung und zur Gesunderhaltung immer der Mensch im Mittelpunkt stehen und nicht Abstriche oder Zahlen ohne Verhältnismäßigkeit.

Grundsätzlich gilt bei allen Atemwegsinfekten:
Ein gutes Immunsystem ist die beste Option gegen jede Viruserkrankung: Stärken Sie dieses durch gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung im Freien und psychisches Wohlbefinden. Dazu gehören auch soziale Kontakte. Versuchen Sie ruhig und gelassen zu bleiben angesichts der medialen Reizüberflutung bzgl. Corona.

Die Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben seit März und nun verstärkt wieder seit November sollen dazu dienen, einen Erkrankungsanstieg zu vermeiden um weiterhin eine optimale medizinische Versorgung sicherzustellen.
Da die medizinische Versorgung – abgesehen vom altbekannten Problem des Personalmangels in Kliniken und anderen sozialen Einrichtungen und auch in den Gesundheitsämtern – in Deutschland sehr gut ist und keine medizinische Notlage oder Katastrophe bestand oder besteht, plädiere ich für eine Rücknahme der Grund- und Freiheitsrechtsbeschränkungen und bin gegen die Ausweitung des Infektionsschutzgesetzes.

Ich bin für eine offene, wertschätzende, faktenbasierte Diskussion und für verantwortungsvollen und rücksichtsvollen Umgang miteinander.
Von der aktuellen Maskenpflicht halte ich nichts, ebensowenig von einem Immunitätsausweis oder einer Impfpflicht. Besonders Kinder, Ältere und Menschen in Not leiden aktuell besonders unter den Maßnahmen. Hier gilt es aktiv zu werden und sich für die Menschen, die keine politische Lobby haben, einzusetzen.

Eine Literatur-Übersichtsarbeit im Ärzteblatt (Mercks 2020) bestätigt, was die Praxis zeigt: Kinder, Jugendliche und junge Menschen sind bei Corona-Infektionen nicht das Problem, sie erkranken kaum. In Schulen, die geöffnet blieben, finden sich kaum Hinweise auf Ausbrüche oder größere Übertragung in die Bevölkerung. Ich habe sehr große Sorge, dass unsere Kindern durch Abstandsregeln, Waschrituale, Masken und Quarantäne an Ängsten und Schuldgefühle leiden, Ihnen das Recht auf Kommunikation und Bildung genommen wird und die Basis für ein positives Menschen- und Weltbild.

Vor allem die Mund-Nasen-Bedeckung im Alltag halte ich für nicht wirksam und kontraproduktiv. Viele Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene leiden sehr darunter und aus wissenschaflticher Sicht ist die Wirksamkeit im Alltag in Zusammenhang mit der Coronaerkrankung nicht nachgewiesen. Jedoch scheint die „Maske“ inzwischen wie ein Symbol für Sicherheit und Sorge um Corona. Meiner Meinung nach würde eine Empfehlung ausreichen, so dass jeder selbst entscheiden kann und so auf individuelle Weise für sich und Andere und für unsere Gesellschaft Verantwortung übernehmen kann.

Die in den Medien und bei vielen Entscheidungsträgern weiter geschürte Panik und das Agieren mit Zwang, Strafen und Kontrollen gefährden unseren sozialen Zusammenhalt und verhindern ein solidarisches Miteinander.
Das Übermaß an meist einseitiger Corona-Berichterstattung verzerrt die Maßstäbe, was wirklich relevant ist. Eine wissenschaftlich fundierte besonnene langfristige Strategie sehe ichleoider bie den politischen Entscheidungsträgern nicht.
Die Folgen der Corona-Krise werden vermutlich wesentlich schwerwiegender sein als die Auswirkungen der Coronakrankheit.

Die Corona-Warn-App empfehle ich aktuell nicht: Neben Datenschutzbedenken bezweifle ich die Zuverlässigkeit und Wirksamkeit.

Auch gegenüber der Corona-Impfstoffe, an denen aktuell intensiv geforscht wird, bin ich eher kritisch eingestellt, da die Zulassungen im Schnellverfahren ablaufen und meine Sorge ist, dass eventuelle Nach- und Nebenwirkungen nicht ausreichend untersucht werden.
Die Impfstoffsicherheit ist leider seit jeher und nicht nur bei den Corona-Impfstoffen ein Problem. Daher bin ich für eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung für jeden Patienten und gegen eine Impfpflicht.

Für weitere Infomationen ist die Website „www.impf-info.de“ von Dr. Steffen Rabe gut geeignet. Dort finden Sie unter dem Thema „Coronoia“ einen Blog mit fundierten Beiträgen und aussagekräftigen Studien. Auch Dr. Martin Hirte, ein renommierter Kinderarzt aus München, engagiert sich auf seiner Website für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema „Corona“ und setzt sich auch öffentlich dafür ein.
Aktuell erkläre ich mich wie viele meiner Kollegen solidarisch mit Dr. Friedrich Pürner, ehemaliger Leiter des Gesundheitsamts Aichach-Friedberg, der aufgrund seiner kritischen Meinungsäußerung zu Corona berufliche Nachteile erleidet.

Ich hoffe, wir finden alle gemeinsam eine guten Weg durch diese Krise und bleiben im Umgang menschlich zugewandt, empathisch und gesprächsbereit.

Bitte bleiben Sie gelassen, aber auch kritisch.

zurück