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Aktuelles vom 04. Juli 2021:

Die Coronapandemie-bitte keine Panik

Zu den sinnvollen Maßnahmen vor ansteckenden viralen Atemwegserkrankungen wie auch vor Erkrankungen mit dem Coronavirus gehören: Händewaschen wie es immer schon üblich sein sollte, Husten- und Niesetikette (in die Armbeuge niesen oder husten um Tröpfchenübertragung zu vermeiden), im Alltag vor allem bei Infektgefahr Abstand halten und Menschenmengen meiden und bei Erkältungsbeschwerden oder Erkrankung zu Hause zu bleiben um sich und Andere nicht zu gefährden.
Bei stärkeren oder unklaren Infektbeschwerden sprechen Sie mit dem Arzt Ihres Vertrauens und lassen sich bitte beraten und behandeln.

Bis Ende April stiegen die Zahlen der positiven Corona-PCR-Abstriche in vielen Regionen und Landkreisen in Bereichen über 100 pro 100.000 Einwohner (sog. Inzidenz), die Erkrankungszahlen in den Arztpraxen und die Krankenhausbehandlungen von schwer an Sars-Cov2 Erkrankten waren dagegen stabil bzw. nur diskret ansteigend.
Als Ursache dafür sehe ich v.a. die Teststrategie (wie die Verdoppelung der Testhäufigkeit bei Kindern und Jugendlichen seit Ende Februar 2021), die viele Zahlen generiert, jedoch nicht geeignet ist über die Coronaerkrankungen Auskunft zu geben, die ich als Ärztin natürlich ernst nehme.

In Herbst und Winter und oft bis in den Frühling hinein treten, wie jedes Jahr, vermehrt grippale Infekte und Atemwegserkrankungen auf. Das wissen wir Ärzte aus der Erfahrung und den Statistiken der letzten Jahre/Jahrzehnte und können damit umgehen und unsere Patienten entsprechend beraten, aufklären und behandeln.
Und auch bzgl. des Coronavirus und der – in seltenen Fällen schweren- Coronaerkrankung sind wir niedergelassenen Ärzte in der Lage zu agieren und unsere Patienten zu betreuen und zu begleiten und im Notfall mit Fachkollegen oder Kliniken zusammenzuarbeiten für eine optimale Behandlung.

Im letzten Jahr (2020) lässt sich an den Zahlen des Robert-Koch-Instituts keine drohende Überlastung des Gesundheitssystems ablesen. Von Januar bis Mitte Dezember 2020 machten SARS-CoV2-Positiv-Getestete nie mehr als zwölf Prozent der Erkältungsfälle in Allgemeinpraxen aus (Quelle: RKI). Die Zahl der Notaufnahmen in Krankenhäuser überstieg 2020 in keiner Woche die Zahlen des Jahres 2019, sondern lag im Dezember immer noch deutlich unter den Vorjahreswerten. Das Deutsche Ärzteblatt schreibt in der Ausgabe vom 12.03.21 über die historisch niedrige Bettenauslastung im Jahr 2020.
Und auch in 2021 ist eine Überlastung der Krankenhäuser in Deutschland insgesamt nicht in Sicht. Vereinzelt kann es natürlich, wie auch schon in den Jahren und Jahrzehnten vor Corona, an einzelnen Krankheäusern sporadisch zu Engpässen kommen, deren Ursachen vielfältig und nicht nur durch Coronaerkrankungen verursacht sind. Weniger als ein Viertel der 22000 Intensivbetten in Deutschland sind aktuell mit Coronapatienten belegt. Die Arbeit der Ärzte und des Pflegepersonals in den Kliniken und auf den Stationen schätze ich sehr und sehe die hohe Arbeitsbelastung, die oft fehlende Wertschätzung und fehlende politische und finanzielle Unterstützung.

Die Zahlen der Intensivpatienten und freien Intensivbetten lassen sich über das Intensivregister DIVI verfolgen, wobei es dort auch zu Mehrfachzählungen durch Patientenverlegungen oder auch Meldefehlern kommt: Patienten mit positivem Coronatest und/oder Coronaerkrankung nach Auskunft des Intensivregisters DIVI am 26.05.21 in Bayern 14,1 % aller Intensivpatienten aus. Freie Betten auf Intensivstationen (am 26.05.21 in Bayern 13,5 %) und Notfallreserven sind weiterhin verfügbar. Natürlich wissen wir Ärzte um den Pflegepersonalmangel und den Sparzwang der Kliniken, das sind seit Jahren bekannte Probleme, die dringend auf politischer Ebene angegangen werden sollten. Aktuell von einer Katastrophe oder akuten Notlage in der medizinischen Versorgung zu sprechen, ist aus meiner Sicht völlig unverständlich und reiner Populismus.

Risikopatienten, z.B. älteren Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem, bedürfen immer und besonders in Infektionszeiten erhöhter Fürsorge und eines besonderen Schutzes.
Dies gilt auch für Menschen, die in Pflege- oder Seniorenheimen leben, in anderen betreuten Einrichtungen, Kliniken oder zentralen Unterkünften. Neben medizinischer Versorgung und ausreichend Personal sind dabei auch soziale Kontakte und ein zugewandtes und solidarisches Miteinander wichtig.

Der Nachweistest für den Virus (PCR-Test), der in Bayern kostenfrei für Jeden möglich ist, ist aus meiner Sicht nicht ausreichend zuverlässig und trifft keine wirkliche Aussage über die Ansteckungsfähigkeit oder die Häufigkeit einer schweren Coronaerkrankung. Auch dient er nicht als Vorsorge sondern ist vielmehr eine Momentaufnahme.
Der Test sollte aus meiner Sicht nur bei entsprechenden Infektbeschwerden und/oder Risikokontakt nach Rücksprache mit einem Arzt oder dem öffentlichen Gesundheitsdienst durchgeführt werden.

Eine häusliche Quarantäne ist bei positivem Abstrich nach behördlicher Vorgabe durchzuführen. Aktuell beträgt diese bei Erkrankung 10 Tage nach Symptombeginn und bei beschwerdefreiem Risikokontakt 14 Tage.

Für Reiserückkehrer aus sog. Risikogebieten (z.B. Österreich, Italien, Spanien) ist aktuell keine Quarantäne mehr erforderlich, wenn zeitnah zur Einreise ein negativer Coronatest vorgelegt wird.
Bei Virusvariantengebieten (am 26.05.21 z.B. Großbritannien, Südafrika, Indien, Brasilien) beträgt die Quarantänepflicht weiter 14 Tage, bei Hochinzidenzgebieten (am 13.05.21 z.B. Niederlande, Schweden und Türkei) kann die 10tägige Quarantäne mit einem negativen Coronatest nach 5 Tagen beendet werden.
Für Flugreisende wird bei Einreise nach Deutschland seit 30.03.21 von allen Flugreisenden ein aktueller negativer Coronatest gefordert.
Impf- und Genesenennachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen und von der Einreisequarantäne befreien. Dies gilt jeweils nicht bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet.

Ein positiver PCR-Test bedeutet, und das wird in den Medien und von vielen Entscheidungsträgern nicht deutlich genug erklärt, nicht automatisch „erkrankt“.
Meist wird von „Corona-Fällen“ gesprochen und damit sind die positiven Abstriche gemeint.
Die Erkrankungsrate bei positivem Abstrich wird auf 50-80% geschätzt, ist also deutlich geringer als die veröffentlichten Fallzahlen. 6 von 7 Corona-Erkrankungen, also ca. 85% der Fälle, verlaufen milde und so, dass sie ambulant (also ohne Krankenhausaufenthalt) von niedergelassenen Ärzten behandelt werden können. Das Risiko an einer Sars-Cov2-Infektion zu sterben liegt deutlich unter 1%. Auswertungen der LMU München, Lehrstuhl Statistik, zeigen keine Übersterblichkeit aufgrund Corona-Todesfälle für 2020 (CoDAG-Bericht 11.12.20, Prof Kauermann, Prof. Küchenhoff) und auch nicht für die ersten Monaten des Jahres 2021.

Bei diesen Zahlen kann von einer Katastrophe im medizinischen Bereich nicht die Rede sein. Aber natürlich sollte jede Coronaerkrankung ernst genommen werden und ein optimale Beratung, Behandlung und Versorgung für jeden Patienten möglich sein. Bisher ist dies in meinem ärztlichen Umfeld immer der Fall gewesen. Zudem ist aus meiner Sicht eine homöopathische Begleittherapie und regelmäßige Arzt-Patienten-Rücksprachen bei akuter Coronaerkrankung von Vorteil.

Eine Testung auf Antikörper gegen den Coronavirus und somit auf eventuelle Immunität ist verfügbar und macht bei Patienten, die ein Coronaerkrankung evtl. unbemerkt durchgemacht haben, Sinn. Gerne können Sie sich diesbezüglich in der Praxis beraten lassen. Ein positiver Antikörpertest bzgl. Corona bei einem Patienten wird jedoch – entgegen bisherigem medizinischen Standard bei viralen Infektionen und aus meiner Sicht auch unverständlich – offiziell nicht als „genesen“ oder „geschützt“ interpretiert.
Zudem wird – wie bei vielen Viruserkrankungen- davon ausgegangen, dass viele Menschen und darunter vor allem Kinder und Jugendliche eine ausreichende Immunität gegen das Coronavirus haben, die nicht über die Antikörper (sog. B-Zell-System unserer körpereigenen Abwehr) nachzuweisen ist, sondern über das T-Zellsystem unserer Abwehr läuft. Hierfür gibt es zwar aufwändige Labortests, deren Aussagekraft ist jedoch noch unsicher.
Nach einer durchgemachten Coronaerkrankung ist für etwa 6 Monate von einem Schutz auszugehen und eine Impfung ist aus meiner Sicht weder nötig noch sinnvoll.

Aktuell hoch im Kurs der Politik ist der Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus, der innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis anzeigt. Auch dieser Test ist nicht sicher in seiner Aussage und sollte aus meiner Sicht nur in Verbindung mit einer ärztlichen Beratung bei fraglichen Beschwerden oder bei Hochrisikopatienten verwendet werden. Eine inflationäres Rundumtesten von Gesunden genieriert viele Zahlen, aber keine Aussage über die Coronaerkrankung.
Die aktuelle politische Corona-Strategie bietet diese Tests nun im Alltag für Alle z.T. kostenfrei an und benützt diese als Eintrittskarte für die Teilhabe am öffentliche Leben. Das sehe ich kritisch: Neben der Auswirkung auf unser Miteinander und unser soziales Leben wird es dadurch immer wieder Testpandemie geben.
Die Anwendung der meisten Schnelltests wird außerhalb der akuten Phase einer Infektion auch vom Hersteller ausdrücklich nicht empfohlen.
Zudem kostet die aus meiner Sicht sinnlose Teststrategie immens Geld, es wird von einem einstelligen Milliardenbetrag monatlich gesprochen.
Die zu erwartende hohe Zahl an falsch positiven und auch falsch negativen Ergebnissen werden mehr Schaden anrichten als Nutzen.
Der Verband der Kinder- und Jugendärzte lehnt flächendeckende Coronatests an Schulen und Kitas ab.
Trotzdem wurde in Bayern für die Schulen eine Testpflicht für Schüler und Lehrer ab dem 12.04.21 festgelegt. Diagnostische medizinische Maßnahmen an Kindern im schulischen Umfeld halte ich weder für sinnvoll noch für wirksam und habe große ethische Bedenken: Was muten wir unseren Kindern damit zu? Sieht jedes Kind sich und seinen Mitschüler zukünftig als potentiellen „Gefährder“? Was hat das mit Schule und Bildung zu tun? Was passiert mit den Kindern, die (fraglich) postiv getestet werden? Ich kann nur an alle Beteiligten appellieren, aktiv zu werden und sich gegen eine Testpflicht bei Kindern zu positionieren.

In Bayern dürfen Kinder nach einem Infekt aktuell nur noch mit negativem Coronatest wieder in die Gemeinschaftseinrichtung (KiTa, Kindergarten, Schule). Auch diese Strategie wird neben der Belastung für die Kinder, die als Testobjekte erhalten müssen, durch jede Menge Falsch- und Zufallsbefunde die Inzidenzzahlen nach oben treiben und künstliche Hotspots schaffen.
Die jetzt schon über ein Jahr dauernden Maßnahmen zeigen vor allem bei Kindern und Jugendlichen negative Folgen: Angst- und Zwangsstörungen nehmen zu. Die kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken sind überfüllt.

Der Regel-Wirrwarr um Ostern und auch bis in den Mai hinein lässt das Vertrauen in die politischen Entscheidungsträger weiter schwinden und zeugt meiner Meinung nach von mangelnder Kompetenz. Immer neue Angstszenarien wurden angekündigt von „gefährlichen Mutanten“ über „Panik-Modelle“ bis „dramatische weitere Wellen“ und unverständliche Ein- und Beschränkungen im öffentlichen und privaten Leben werden aufrechterhalten. Wo sind die Zahlen zu schwer Coronaerkrankten in Praxen und Kliniken? Welche Daten dienen zur Begründung? Ein einfaches Aufaddieren positiver Labormeldungen kann doch nicht die Entscheidungsgrundlage zu solchlangandauernden freiheitsbeschneidenden und angstschürenden Maßnahmen sein.
Wäre es nicht längst Zeit über alternative Strategien nachzudenken und eine offenen Diskussion zu führen auch mit Fachleuten, die anderer Meinung sind?

Letztendlich sollte bei jeder Erkankung und zur Gesunderhaltung immer der Mensch im Mittelpunkt stehen und nicht Abstrichergebnisse oder Zahlen ohne Verhältnismäßigkeit.

Grundsätzlich gilt bei allen Atemwegsinfekten:
Ein gutes Immunsystem ist die beste Option gegen jede Viruserkrankung: Stärken Sie dieses durch gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung im Freien und psychisches Wohlbefinden. Dazu gehören auch soziale Kontakte. Versuchen Sie ruhig und gelassen zu bleiben angesichts der medialen Reizüberflutung bzgl. Corona.

Die Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben laufen seit März 2020. Sie wurden ab November 2020 verstärkt mit „harten“ Lockdown ab Mitte Dezember, der bis März lief. Aktuell gibt es nun stufenweise Öffnungsstrategien, die verwirrend und unlogisch sind und sich aber nicht an Erkrankungszahlen orientieren, sondern mit Inzidenzen jonglieren.

Am 21.April diesen Jahres beschloss der Bundestag im Eiltempo das „Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“. Dieses beinhaltet die sog. „Bundesnotbremse“ d.h. Schließungen der meisten Geschäfte sowie Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die „Inzidenz“ an drei Tagen hintereinander 100 überschreitet. Zudem beinhaltet das Gesetz eine lange Liste neuer Strafvorschriften und eine fragwürdige Teststrategie an Schulen.
Zudem müssen Schulen ab einem InzidenzWert von 165 den Präsenzunterricht einstellen, in Bayern wurde das sogar zeitweise – ohne wissenschaftliche Grundlage – ab einer Inzidenz von 100 gemacht.
Aus meiner Sicht legitimiert dieses neue Gesetz einen Dauer-Lockdown auf Basis eines nicht aussagekräftigen Wertes.
Die Kompetenz für eine „Notbremse“ wird allein in die Hände des Bundesregierung gelegt, ohne Mitspracherecht von Parlament, Ländern und Gemeinden.

All diese Maßnahmen sollen eigentlich dazu dienen, massive Erkrankungszahlen zu vermeiden um weiterhin eine optimale medizinische Versorgung sicherzustellen. Da die medizinische Versorgung – abgesehen vom altbekannten Problem des Personalmangels – in Deutschland gut war und ist und keine medizinische Notlage oder Katastrophe bestand oder besteht, bezweifle ich wie viele Wissenschaftler und Mediziner die Sinnhaftigkeit der Einschränkungen und halte sie für unverhältnismäßig, nicht erforderlich und nicht wirksam.

Ich bin für eine Rücknahme der Grund- und Freiheitsrechtsbeschränkungen und gegen die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes.
Die Verschärfung des Lockdowns im Januar 2021 wurde politisch u.a. mit gefährlichen Mutationen des Coronavirus begründet. Wissenschaftlich bekannt ist jedoch, dass es tausende Mutationen des Coronavirus gibt, die unterschiedliche Krankheitsverläufe verursachen können. Die aktuellen Virusmutationen sind in ihrem Krankheitsverlauf aus den aktuellen wissenschaftlichen Daten, die wir haben, nicht gefährlicher als die bisherigen Coronaviren.

Ich vermisse eine offene und wertschätzende Diskussion, Kritikfähigkeit und Fehlerkultur in der Politik und verantwortungs- und rücksichtsvollen Umgang miteinander in dieser Krise.

Besonders Kinder, Ältere und Menschen in Not leiden aktuell unter den Maßnahmen. Hier gilt es aktiv zu werden und sich für diese Menschen, die keine politische Lobby haben, einzusetzen.

Kinder, Jugendliche und junge Menschen sind bei Corona-Infektionen nicht das Problem, sie erkranken kaum. In Schulen, die geöffnet blieben, finden sich kaum Hinweise auf Ausbrüche oder größere Übertragung in die Bevölkerung. Dies bestätigt erneut ein Artikel im Dt. Ärzteblatt vom 21.12.20: Schulen sind keine Pandemietreiber. Auch das RKI bestätigte dies in einem Bericht.
Ich habe sehr große Sorge, dass unsere Kindern durch Abstandsregeln, Waschrituale, Masken und Quarantäne an Ängsten und Schuldgefühle leiden, Ihnen das Recht auf Kommunikation und Bildung genommen wird und die Basis für ein positives Menschen- und Weltbild.

Die Pflicht der Mund-Nasen-Bedeckung im Alltag (in Schulen, Geschäften etc.) halte ich für nicht sinnvoll und eher kontraproduktiv. Viele Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene leiden darunter und es kommt in einigen Fällen auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Auf diese Menschen sollte auch Rücksicht genommen werden.
Ich stelle Atteste gegen das Tragen einer MundNasenbedeckung im Alltag nur in medizinisch begründeten Einzelfällen aus und nur für meine Patienten, die ich langfristig ärztlich und homöopathisch betreue und behandle. Die Anerkennung solcher Atteste wird von den Behörden leider immer mehr erschwert.
Aus wissenschaflticher Sicht ist die Wirksamkeit einer Gesichtsmaske im Alltag in Zusammenhang mit der Coronaerkrankung nicht nachgewiesen. Jedoch scheint die „Maske“ inzwischen wie ein Symbol für Sicherheit und Sorge um Corona und es wird leider immer schwieriger darüber zu diskutieren.
Seit 18.01.21 müssen in Bayern in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften FFP2-Masken getragen werden. Diese Masken sind eigentlich für den Arbeitsschutz z. B. im Handwerk gegen Feinstaub gedacht und sollten nur – nach Einweisung- eine kurze Zeit getragen werden, vergrößern deutlich den Atemwiderstand und müssen dicht getragen werden um wirksam gegen Aerosole (Schwebeteilchengemische) oder Tröpfchen zu sein. Sie garantieren keinen sicheren Schutz vor Viren, dies bestätigt auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)auf seiner Internetseite. Im Gegenteil: FFP2-Masken enthalten auch Schadstoffe wie flüchtige organische Kohlenwasserstoffe, Formaldehyd und Mikrofasern aus Plastik wie die europäische Seuchenschutzbehörde (ECDC) meldet.
Die FFP2-Masken sind nur in Deutschland und in Österreich verpflichtend zu tragen, in allen anderen Länder nicht.
Ob eine sterile Handhabung aller aktuellen Masken im Alltag möglich ist, wage ich zu bezweifeln. Die meisten Menschen fassen sich dadurch wohl eher häufiger mit den Händen ins Gesicht, was eine Keimbesiedelung erhöht.
Der Leiter des Gesundheitsamts in Frankfurt nennt in der Frankfurter Rundschau vom 20.01.21 die FFP2-Maskenpflicht „absoluten Unsinn“ und wundert sich über die „erstaunliche Unkenntnis über das Wesen der FFP2-Masken, wenn die Politik das beschließt“.

Die öffentlich – medial und politisch – geschürte Panik und das Agieren mit Zwang, Strafen und Kontrollen gefährden unseren sozialen Zusammenhalt und verhindern ein solidarisches Miteinander.
Das Übermaß der Corona-Berichterstattung verzerrt die Maßstäbe, was wirklich relevant ist. Eine wissenschaftlich breit diskutierte, besonnene und langfristige Strategie sehe ich nicht. Ich würde mir wünsche, dass die Entscheidungen mehr in kompetenter ärztlicher Hand liegen und die Politik das Gesundheitssystem sinnvoll unterstützt.
Die Folgen der Corona-Krise werden vermutlich wesentlich schwerwiegender sein als die Auswirkungen der Coronakrankheit.

Die Corona-Warn-App empfehle ich seit Beginn nicht unbedingt: Neben Datenschutzbedenken bezweifle ich die Zuverlässigkeit und Wirksamkeit. Bisher scheint die App auch nicht wirklich zum Eindämmen der Pandemie beigetragen zu haben.
Ähnliches gilt für die App, die für Impfung und zur Erfassung von Daten zur Wirkung und Nebenwirkungen eingesetzt werden soll: Die meisten Geimpften werden darüber nicht aufgeklärt und bisher sind dadurch nac h mienem Wissen keine sinnvollen wissenschaftlichen Daten abrufbar.

Gegenüber den Corona-Impfstoffe, von denen die ersten bereits zugelassen sind und verimpft werden, bin ich eher kritisch eingestellt:
Die Zulassungen dieser ersten „genetischen Impfstoffe“ liefen im Schnellverfahren und teleskopiert ab und meine Sorge ist es, dass gesundheitsschädigende Nach- und Nebenwirkungen nicht ausreichend untersucht wurden und werden.
Zumal es sich bei den in Deutschland aktuell verwendeten Impfstoffen (BioNTech/Pfizer, Moderna) um einen neuartigen mRNA-Impfstoff handelt, der nicht das Antigen verimpft (wie bisher bei den Impfstoffen üblich), sondern den genetischen Bauplan, der – an Lipidnanopartikel gebunden- dann in der Körperzelle zur Antigenbildung führt. Diese Technologie ist neu und aktuell noch nicht vollständig erforscht was Wirksamkeit und vor allem Neben- bzw. Nachwirkungen betrifft.
Der zugelassene Virus-Vektor-Impfstoff von AstraZeneca beruht auf gentechnisch veränderte Viren, die als Fähre das Corona-Antigen in den menschlichhen Körper einschleusen. Wirksamkeit und Nebenwirkungen sind aus meiner Sicht noch nicht ausreichend geklärt sind und die Daten der Zulassungsstudien aus meiner Sicht fehlerbehaftet.
Die Verabreichung dieses Impfstoffes wurde Mitte März in Deutschland, wie auch schon in vielen anderen Ländern Europas, ausgesetzt aufgrund Meldungen über schwere Zwischenfälle mit Blutgerinnungsstörungen nach der Impfung. Inzwischen ist der Impfstoff in Deutschland wieder zugelassen.
Ebenfalls ein Virus-Vektor-Impfstoff ist der Wirkstoff von Johnson+Johnson, der mit einer einmaligen Impfung auskommen soll und bei dem sich Nachrichten über unerwünschte und auch schwere Nebenwirkungen mehren.
Bei den Virusvektorimpfstoffen ist nicht ausgeschlossen, dass diese die menschliche Erbinformation verändern und riskante Spätfolgen haben. Daher sehe ich diese Impfstoffe, zu denen auch der russische Impfstoff Sputnik V gehört, besonders kritisch.
Gute Infomationen zu den Coronaimpfstoffen liefert der österreichische Wissenschaftler Clemens Arvay, dessen Bücher lesenswert sind.

Aktuell geht man davon aus, dass durch die Impfungen schwerere Krankheitsverläufe verhindert werden können, aber viele entscheidende Fragen sind noch offen: Wir wissen nicht genau, in welchem Maße und wie lange die Impfstoffe gegen die aktuellen und neu entstehenden Coronaviren wirken und ob durch eine Impfung die Übertragung des Virus und die Ansteckung zu einem hohen Prozentsatz verhindert wird.

Die bisher mit Abstand aussagekräftigste aktuelle Studie dazu stammt von Public Health England (Harris 2021): Hier wurde in mehr als 300.000 Haushalten das Risiko verglichen, sich bei einem infizierten Haushaltsmitglied („index case“) anzustecken, wenn dieses entweder ungeimpft war oder mindestens 21 Tage zuvor entweder eine Impfung erhalten hatte. Das Ergebnis ist ernüchternd:das Risiko der Übertragung auf andere wurde nicht einmal halbiert.

Daher kann aktuell nicht von einem komplettne Fremdschutz ausgegangen werden, was alle Diskussionen um die moralische Verpflichtung zur Impfung und Forderungen nach gesellschaftlichen Vorteilen für Geimpfte nicht nur aus wissenschaftlichen Gründen verbietet. Solche Diskussionen führen zur Spaltung unserer Gesellschaft und sind aus meiner Sicht ethisch mehr als fragwürdig.
Daher sollte weiterhin nur der Schutz von Hochrisikogruppen als legitimes Impfziel gesehen werden.
Einen Impf- oder Immunitätsnachweis zur Teilhabe am sozialen Leben oder Wiedererlangung von Grundrechten lehne ich ab. Jedoch wurde Anfang Mai von der Regierung für zweimal Geimpfte und sog. Genesene (d.h. in diesem Fall Menschen, die nachweislich einen positiven Coronatest hatten) eine Test- und Quarantänebefreiung sowie der Wegfall der Auagangsbeschränkungen beschlossen. Das ist vielen jungen und gesunden Menschen, die ohne Beschwerden und Erkrankung sind und sich nun schon lange rücksichtsvoll an bestehende Einschränkungen gehalten haben, nur schwer vermittelbar.
„Gesund“ wird nun in Zeiten von Corona anscheinend neu definiert.
Für mich als Ärztin gilt jeder Mensch, der keine Beschwerden hat und nicht risikobehaftet oder vorerkankt ist, als gesund.

Die Impfstoffsicherheit ist leider seit jeher und nicht nur bei den Corona-Impfstoffen ein Problem.
Impfungen sind vorbeugende Maßnahmen an in der Regel gesunden Menschen. Sie müssen grundsätzlich höheren Anforderungen an Wirksamkeit und Sicherheit genügen als Medikamente zur Therapie von Erkrankungen, bei denen ein Leidensdruck gewisse Risiken rechtfertigen kann.
Daher bin ich für eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung für jeden Patienten und gegen eine Impfpflicht. Eine ausführliche ergebnisoffene Beratung und Aufklärung sehe ich als wichtige ärztliche Aufgabe.
Ich bin gegen Coronaimpfungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen gesunden Menschen, die nachweislich nur selten und nur selten schwer an Corona erkranken, für die Verbreitung des Coronavirus eine untergeordnete Rolle spielen, aber besonders gefährdet sind durch Nebenwirkungen und Spätfolgen der Inmpfstoffe.
Mit Erschrecken und Unverständnis habe ich daher den Beschluß des aktuellen Ärztetages zur Kenntnis genommen, der eine Coronimpfung für Kinder und Jugendliche befürwortet.
Ich unterstütze die Aktion #nichtmeinärztetag, die aktuell vom Verein „Ärzte für individuelle Impfentscheidung“ ins Leben gerufen wurde und hoffe, es finden sich viele Menschen, die ebenfalls gegen Impfpflicht, Massenimpfungen und Impfexperimenten bei Kindern und Jugendlichen sind.

Der monatelange Lockdown ist folgenreich: Er geht besonders zu Lasten unserer Kinder, Jugendlichen und jungen Menschen, denen Bildung, Sicherheits- und Freiheitsgefühl und das wichtige soziale Miteinander genommen werden. Er bringt aber auch Leid über ältere Menschen, die isoliert sind und nicht mehr am alltäglichen Leben teilnehmen.
Der Lockdown verursacht Arbeitslosigkeit, Insolvenzen und Verschuldung. Häusliche Gewalt nimmt zu. Stressbedingte Erkrankungen wie z.B. Herz- und Gefäßerkrankungen zeigen sich ebenfalls gehäuft, aber vor allem sind es psychische Erkrankungen wie Angststörungen und Depressionen, die deutlich zunehmen.
Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und -psychiater verzeichnen einen massiven Zuwachs an behandlungsbedürftigen Patienten.

Wir sind daher alle aufgefordert, einen Beitrag zu leisten, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und aktiv zu werden.

Für weitere Informationen empfehle ich auch die Website „www.impf-info.de“ von Dr. Steffen Rabe. Dort finden Sie unter dem Thema „Coronoia“ einen Blog mit interessanten Beiträgen und aussagekräftigen Artikeln und Hinweisen. Auch Dr. Martin Hirte, ein renommierter Kinderarzt aus München, engagiert sich auf seiner Website für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema „Corona“ und setzt sich auch öffentlich in bemerkenswerten Reden dafür ein.
Dr. Friedrich Pürner, ehemaliger Gesundheitsamtsleiter von Friedberg-Aichach, äußert sich auf den sozialen Netzwerken mit klaren Worten, die ich teile und er faßt in einer Liste vom Februar 2021 zusammen: „Zerocovid funktioniert nicht, Schwedenweg nicht gescheitert, Lockdownverlängerung unnötig, Kollateralschäden sehr hoch, nur Personen mit Symptomen testen, Öffnung aller Einrichtungen unter Beachtung von Hygieneregeln, keine Maskenpflicht“.
Ich unterstütze die Vereinigung „Ärzte stehen auf“ mit Ihren Forderungen für das Recht auf körperliche Unversehrtheit, für interessenskonfliktfreie Medizin und Forschung, für eine Medizin ohne Zwang, für die Gewissensfreiheit und Entscheidungsfreiheit im ärztlichen Handeln, für eine individuelle Impfentscheidung und für das Streben nach Freiheit und Wahrheit.
Empfehlenswert ist aus meiner Sicht auch die Initiative „1bis19“ des Arztes und Publizisten Dr. Paul Brandenburg, die demokratische Kultur und Diskussion im Zusammenhang mit Corona fördern will und gute Beiträge dazu liefert.

Und was für mich und die Menschen in meiner Umgebung grundlegend und selbstverständlich ist und eigentlich nicht betont werden muß: Ein klares „Nein“ zu jeder Art von Aggression, Hetze und Gewalt, zu jeder Form von Extremismus, Radikalismus und rechtem/rassistischem Gedankengut und zu jeder Art der Diskriminierung und Ausgrenzung.
Wenn Sie sich etwas anhören möchten, empfehle ich den französischen Musiker HK (Kaddour Hadadi) mit dem Lied „Danser encore“, eine melodische musikalische Kritik an den Maßnahmen, die den Zuhörer optimistisch stimmt.
Der Kunst- und Kulturbereich in Deutschland ist durch die Lockdown-Maßnahmen extrem betroffen. Ich erkläre mich – wie viele meiner Kollegen und auch vielen Anwälten udn Wissenschaftlern- solidarisch mit den Schauspielern und ihrer Aktion #allesdichtmachen. Die maßnahmenkritischen Kurzfilme sind aus meiner Sicht künstlerisch gelungen und regen zur Diskussion an.

Ich hoffe, wir finden alle gemeinsam eine guten Weg durch diese Krise und bleiben im Umgang menschlich zugewandt, empathisch und gesprächsbereit.

Bitte bleiben Sie hoffnungsvoll und gelassen, aber auch kritisch.
Die Eigenverantwortung eines jeden Menschen ist doch gerade in Krisensituationen gefragt und es sollte selbstverständlich sein, dass man sich um seine Gesundheit und sein Wohlbefinden im besten Sinne sorgt und sich und Andere gesundheitlich nicht gefährdet, dass übliche Hygienemaßnahmen beachtet werden und jeder solidarisch und rücksichtsvoll agiert.
Und natürlich bedarf unser Gesundheits- und Bildungssystem – und das schon lange vor der Coronakrise- einer Verbesserung, damit kranke und alte Menschen gut versorgt und betreut sind und damit Kinder und junge Menschen Perspektiven für ihr Leben haben und das soziale Miteinander gefördert wird.

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