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Aktuelles vom 03. August 2020:

Die Coronapandemie-bitte keine Panik

Zu den sinnvollen Maßnahmen vor ansteckenden viralen Atemwegserkrankungen wie auch vor Erkrankungen mit dem Coronavirus gehören: Händewaschen wie es immer schon üblich sein sollte, Husten- und Niesetikette (in die Armbeuge niesen oder husten um Tröpfchenübertragung zu vermeiden), im Alltag vor allem bei Infektgefahr Abstand halten, Menschenmengen meiden und bei Erkältungsbeschwerden oder Erkrankung zu Hause zu bleiben um sich und Andere nicht zu gefährden.
Bei stärkeren oder unklaren Infektbeschwerden melden Sie sich oder Ihr Kind in der Praxis an und Sie werden zeitnah, mit den üblichen Hygienestandards, beraten und behandelt.

Seit vielen Wochen gibt es kaum noch Neuerkrankungen mit dem Sars-Cov 2-Virus.
Risikopatienten, z.B. älteren Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege oder Menschem mit geschwächtem Immunsystem, bedürfen in Infektionszeiten erhöhter Fürsorge und eines besonderen Schutzes.
Dies gilt auch für Menschen, die in Pflege- oder Seniorenheimen leben, in anderen betreuten Einrichtungen, Kliniken oder zentralen Unterkünften.

Der Nachweistest für den Virus (PCR-Test) ist nicht zuverlässig.
Sieht man sich die Daten RKI der KW 29 (13.-19.07.20) an, so wurden 531.571 Tests durchgeführt mit 3408 positiven Ergebnissen. Bei einer Falsch-positiv-Rate von 0,6% des PCR-Tests (lt. Veröffentlichung in „Eurosurveillance“, einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift, von Juli 2020, an der auch Dr. Drosten mitwirkte) ergeben sich damit 3188 falsch positive Befunde und somit 220 korrekt positive Befunde. Die Prävalenz, d.h. die Häufigkeit einer positiven Befundes in unserer Bevölkerung, beträgt somit deutlich unter 1%. Viele Landkreise und ganze Bundesländer registrieren seit vielen Wochen keine Neuinfektionen mehr.
Der Nachweistest sollte bei entsprechenden Infektbeschwerden und/oder Risikokontakt nach Rücksprache mit einem Arzt oder dem öffentlichen Gesundheitsdienst durchgeführt werden. Massentests ohne Indikation erhöhen die Rate der falsch-positiven Befunde, erzeugen somit eine falsche, künstliche infektionswelle und schüren Angst.

Eine häusliche Quarantäne ist bei positivem Abstrich nach behördlicher Vorgabe durchzuführen. Aktuell beträgt diese 14 Tage.

Eine Massentestung ohne medizinische Indikation halte ich nicht für sinnvoll, belastet das Gesundheitssystem und verursacht unnötige Kosten.

Ein positiver Test bedeutet außerdem, und das wird in den Medien und von vielen Entscheidungsträgern nicht deutlich genug erklärt, nicht automatisch „erkrankt“.
Meist wird von Corona-Fällen gesprochen und damit positive Abstriche gemeint.
Die Erkrankungsrate bei positivem Abstrich wird aktuell auf 50% geschätzt. 6 von 7 Corona-Erkrankungen, also ca. 85% der Fälle, verlaufen milde und so, dass sie ambulant (also ohne Krankenhausaufenthalt) behandelt werden können. Bezogen auf die Zahlen von Mitte Juli bedeuten dies ca. 110 Erkrankungen mit dem Coronavirus in der Woche in ganz Deutschland, wovon maximal 17 Personen einen schwereren Krankheitsverlauf haben. Das Risiko an einer Sars-Cov2-infektion zu sterben liegt bei max 0,4 % (Übersichtsarbeit von Prof Ioannidis vom Mai 2020) und damit in der Höhe der jährlichen Influenza. Bei diesen Zahlen kann von einer Katastrophe oder einer Notlage nicht die Rede sein. Aber natürlich sollte jede Coronaerkrankung ernst genommen werden und ein optimale Versorgung für jeden Patienten möglich sein.

Eine Testung auf Antikörper gegen den Coronavirus und somit auf eventuelle Immunität ist verfügbar, aber noch nicht ausreichend sensitiv und daher nicht ausreichend sicher in der Aussage. Gerne können Sie sich diesbezüglich in der Praxis beraten lassen. Es ist wichtig, aussagekräftige Daten zur Coronapandemie zu sammeln und diese wissenschaftlich auszuwerten. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die meisten Menschen eine aisreichende natürliche Immunität gegen das Coronavirus haben.

Ein gutes Immunsystem ist die beste Option gegen jede Viruserkrankung: Stärken Sie dieses durch gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung im Freien und psychisches Wohlbefinden. Dazu gehören auch soziale Kontakte. Versuchen Sie ruhig und gelassen zu bleiben angesichts der medialen Reizüberflutung bzgl. Corona.

Die Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben seit März sollten dazu dienen, einen Erkrankungsanstieg zu vermeiden um weiterhin eine optimale medizinische Versorgung sicherzustellen. Da die medizinische Versorgung – abgesehen von logistischen und organisatorischen Problemen (z.B. fehlende Unterstützung bzgl. Hygieneausstattung für Ärzte und Pflegepersonal, z.B. Personalmangel zur Erfassung und Beratung bzgl. Corona) – frühzeitig sichergestellt war und keine außerordentliche Krankheitswelle oder medizinische Notlage bestand und besteht, plädiere ich für eine Rücknahme aller Grund- und Freiheitsrechtsbeschränkungen.

Ich bin für eine offene, wertschätzende, faktenbasierte Diskussion und für verantwortungsvollen und rücksichtsvollen Umgang miteinander.
Von der aktuellen Maskenpflicht halte ich nichts, ebensowenig von einem Immunitätsausweis oder einer Impfpflicht. Besonders Kinder, Ältere und Menschen in Not leiden aktuell besonders unter den Maßnahmen. Hier gilt es aktiv zu werden und sich für die Menschen, die keine politische Lobby haben, einzusetzen.

Eine aktuelle Literatur-Übersichtsarbeit im Ärzteblatt (Mercks 2020) bestätigt, was die Praxis zeigt: Kinder, Jugendliche und junge Menschen sind bei Corona-Infektionen nicht das Problem, sie erkranken kaum. In Schulen, die geöffnet blieben, finden sich kaum Hinweise auf Ausbrüche oder größere Übertragung in die Bevölkerung. Ich habe sehr große Sorge, dass unsere Kindern durch Abstandsregeln, Waschrituale, Masken und Quarantäne an Ängsten und Schuldgefühle leiden, Ihnen das Recht auf Kommunikation und Bildung genommen wird und die Basis für ein positives Menschen- und Weltbild.

Die in den Medien und bei vielen Entscheidungsträgern weiter geschürte Panik und das Aufrechterhalten von unverhältnismäßigen Maßnahmen mit Zwang, Strafen und Kontrollen gefährden unseren sozialen Zusammenhalt und verhindern ein solidarisches Miteinander.
Die Folgen der Corona-Krise werden vermutlich wesentlich schwerwiegender sein als die Auswirkungen der Coronakrankheit.

Die Corona-Warn-App empfehle ich aktuell nicht: Neben Datenschutzbedenken bezweifle ich die Zuverlässigkeit und Wirksamkeit.

Für weitere Infomationen ist die Website „www.impf-info.de“ von Dr. Steffen Rabe gut geeignet. Dort finden Sie unter dem Thema „Coronoia“ einen Blog mit fundierten Beiträgen. Auch Dr. Martin Hirte, ein renommierter Kinderarzt aus München, engagiert sich auf seiner Website für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema „Corona“ und setzt sich auch öffentlich dafür ein. Zudem halte ich die Stellungnahmen des Wissenschaftlers Prof. Sucharit Bhakdi für wichtig und unterstütze die Gruppe „Ärzte für Aufklärung“ und den Verein „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“.

Für weitere individuelle Fragen können Sie sich gerne in der Praxis für ein Beratungsgespräch melden. Bitte bleiben Sie gelassen, aber auch kritisch.

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